Diebstahl der digitalen Identität ist keine Seltenheit: Viele, die regelmäßig im Netz unterwegs sind, haben schon irgendeine Form von Betrug erlebt. So werden oft Name und Geburtsdatum benutzt, um Ware in einem Online-Shop zu bestellen. Oft fällt der Betrug den Opfern gar nicht auf – erst, wenn fragwürdige Rechnungen und Mahnungen ins Haus flattern.

Identitätsdiebstahl was ist das?

Diebstahl der digitalen Identität ist nicht etwa eine magische Praxis aus Harry Potter, sondern es wird eine Reihe persönlicher Daten geklaut: Geburtsdatum, Name, Anschrift, Führerschein- oder Sozialversicherungsnummer, Bank- oder Kreditkartennummer. Mit diesen Daten wird bei Onlineshops bestellt, Bankkonten geplündert und Kreditkarten beantragt. Das kann ins Geld gehen und jede Menge unangenehmer Klärungsarbeit nach sich ziehen. Manchmal geht es den Tätern einfach nur darum, den Ruf einer anderen Person zu schädigen und Rache zu nehmen. Wer Opfer von Identitätsmissbrauch wird, sollte Strafanzeige bei der Polizei stellen, egal, ob es um Geld oder den guten Ruf geht.

Welche Formen von Identitätsdiebstahl gibt es?

Oft kommen Cyber-Kriminelle über das Internet an personenbezogene Daten: Über ungesicherte Mails, den Zugriff auf Konten von onlineshops oder sozialen Netzwerken wie Facebook oder Xing. Eine Möglichkeit, um elektronische Post vor fremdem Zugriff zu schützen, sind Securemails. Je nachdem, welches Ziel Kriminelle verfolgen, kann der Identitätsdiebstahl unterschiedliche Formen annehmen.
Formen von Identitätsdiebstahl im Internet:

  • Abbuchung von Geldbeträgen
  • Beantragung einer Kreditkarte
  • Bestellung von Waren
  • Missbrauch des Namens in Foren und Blogs
  • Falsche Verdächtigungen und Unterstellung von Straftaten

Auch bei sozialen Netzwerken wie Facebook oder Tinder kommt es immer wieder zu Identitätsdiebstahl. Plötzlich tauchen Profile auf mit dem eigenen Foto oder Namen. Oder Täter klicken sich durch die Freundeslisten und verschicken Nachrichten und schädliche Links. Es werden Nachrichten mit Katastrophen veröffentlicht und versucht, Freunden Geld zu entlocken.

So schützen Sie sich gegen Identitätsdiebstahl

Auf alle Aktivitäten im Internet zu verzichten ist schade und auch gar nicht machbar. Also geht es um einen bewussten Umgang mit Daten und Informationen: So wenig persönliche Daten wie möglich angeben und sich genau überlegen, wem man einen Zugang zu vertraulichen Informationen und Fotos erlaubt.

Gut ist es auch, sich über die Tricks und Kniffe zu informieren, die Cyber-Kriminelle häufig anwenden. Dann riechen Sie sofort, wenn etwas nicht stimmt.

Vorbeugende Maßnahmen online:

  • Sicher surfen in öffentlichen Hotspots
  • Internet-Schutz für den Computer
  • Absicherung des WLAN-Netzwerkes

Vorbeugende Maßnahmen offline:

  • Absicherung persönlicher Dokumente
  • Kontoauszüge regelmäßig überprüfen
  • Securemail benutzen
  • Antivirenprogramm benutzen

Auf jeden Fall sollten Sie sichere Passwörter benutzen: Ein sicheres Passwort ist mindestens zehn Zeichen lang und enthält Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. Ändern Sie Ihr Passwort regelmäßig und geben Sie Passwords keinesfalls weiter oder speichern sie auf mobilen Geräten.

Damit Betrüger nicht in den Besitz persönlicher Daten gelangen, Kontoauszüge, Kreditkartenangebote und abgelaufene Ausweisdokumente umgehend in einem Aktenvernichter zerstören.

Die üblen Maschen der Datenklauer

Hier verraten wir Ihnen jetzt einige der Tricks, die Betrüger im Internet häufig anwenden, um sich Ihre Daten zu verschaffen.

Phishing
Bei Phishing Mails benutzen Betrüger gefälschte Internetseiten und E-Mail, um bei den Nutzern Passwörter, persönliche Daten, PINs und TANs abzugreifen. Die Erfahrung zeigt: Nur allzu leichtfertig geben viele Nutzer, angefragte Informationen preis.

Datenlecks bei Unternehmen
Immer wieder liest man in der Presse, dass Hacker Millionen sensibler Daten selbst bei renommierten Unternehmen abgreifen. So wurden bei eBay im Jahr 2014 145 Millionen Kundendatensätze gestohlen mit E-Mail Adresse, Postadresse, Telefonnummer, Geburtsdatum und verschlüsselten Passwörtern.

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