Wer großen Wert darauf legt, absolut sichere eMails zu verschicken, kann hierfür den Anbieter www.securemail.is nutzen. Dieser stellt die Verbindungen über das Tor-Netzwerk her und bietet damit neben der sicheren eMail auch den Schutz der digitalen Identität an. Der Nutzer erhält eine dedizierte IP-Adresse. Diese gehört nur ihm allein, ist aber nicht mit seiner öffentlichen IP-Adresse identisch.

Wie funktioniert die sichere eMail via Securemail?

Der Anbieter stellt eine sichere Kommunikation via Tor über die dedizierte (speziell dem einen Nutzer zugeordnete) IP-Adresse her, die aber mit seiner sonstigen IP-Adresse nichts zu tun hat. Damit lassen sich mehrere Ziele erreichen:

  • Schutz der digitalen Identität des Nutzers
  • Versand sicherer eMails
  • sicheres Surfen im Web
  • sichere Kommunikation via Tor

Tor gilt als sehr sicher, wird von Dissidenten und Journalisten in Diktaturen genutzt und wurde dafür vielfach ausgezeichnet. Jedermann kann damit sichere eMails versenden, die niemand mitlesen kann. Securemail stellt diesen Dienst einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Der Wunsch, sichere eMails zu versenden, ist sehr stark verbreitet, auch von Tor haben viele Menschen schon etwas gehört. Doch die meisten Nutzer wissen nicht, wie sie in dieses Netzwerk gelangen sollen. Securmail stellt den Zugang her. Die Nutzer sind damit auch vor Hackern, Spam und Viren geschützt.

Was kostet Securemail?

  • 1 eMail-Adresse mit dedizierter IP-Adresse: 2,49 €/Monat
  • einmalige Einrichtung: € 9.90

Die Zahlung ist unter anderem mit PayPal möglich.

Warum bietet Securemail die dedizierte IP-Adresse an?

Für eine sichere eMail ist die dedizierte IP-Adresse wichtig, damit die Nutzer stets mit immer derselben IP-Adresse online gehen. Gleichzeitig werden sie durch ein VPN (Virtual Private Network, exklusive und sichere Datenverbindung) geschützt. Die dedizierte IP-Adresse unterscheidet sich von der sonstigen IP-Adresse, wird aber im Gegensatz zu anderen IP-Adressen nicht geteilt. Die Privatsphäre des Nutzers ist damit sicher vor dem Zugriff Dritter geschützt.

Wer ist Securemail?

Securemail ist eine Firma als Island, die sich auf sichere Verbindungen und vor allem die sichere eMail spezialisiert hat (daher der Name Securemail). Wenn IP-Adressen geteilt werden, ist das ein Schwachpunkt für Angriffe. Außerdem kann ein Versender mit schlechtem Ruf, den viele Empfänger auf ihre Spam-Liste setzen, andere Nutzer der gleichen IP-Adresse beschädigen: Spam-Sperren basieren vielfach auf der Sperre der IP-Adresse, von der die Mails stammen. Das zahlt sich auch beim eMail-Marketing aus. Natürlich garantiert eine dedizierte IP nicht Öffnungsraten von 100 %, doch wenn Marketingspezialisten zusätzlich andere Techniken wie gute Versandpraktiken, Listenüberprüfungen und den Versand nur an aktive Empfänger nutzen, wird die dedizierte IP die Öffnungsraten nochmals steigern. Securemail spricht damit eine Nutzergruppe an, die auch Wert auf Schutz im Internet legt, zusätzlich aber auf jeden Fall dedizierte IPs für das Marketing benötigt. Für die Vorgehensweise beim Marketing finden sich auf der Webseite von Securemail entsprechende Hinweise. So wird empfohlen, anfangs mit der dedizierten IP nur kleinere Kampagnen zu starten, um die Reaktion der Nutzer zu testen und die Reputation der betreffenden IP-Adresse aufzubauen. Darüber hinaus gibt es Stellen, welche die Seriosität von eMail-Kampagnen überprüfen und die betreffenden IP-Adressen zertifizieren. Es ist hilfreich, sich dort anzumelden. Natürlich sollten sich Vermarkter die Erlaubnis der Empfänger per Double-Opt-In einholen. Das ist ohnehin gesetzlich vorgeschrieben und reduziert zusätzlich die Bounces (Abbrüche, ungeöffnetes Löschen) von eMails. Wer für das Marketing sichere eMails versenden möchte, muss strikt darauf auch, nicht im Spam-Ordner zu landen oder gar auf eine schwarze Liste gesetzt zu werden. Vorsicht: Es geht damit nicht nur der eine Empfänger verloren. Viele eMail-Programme messen, wie viele Nutzer einen Absender in den Spam-Ordner schicken. Daraus fertigt dann das Programm die Black List. Wer also von recht vielen Nutzern als Spammer eingeschätzt wird, riskiert die schwarze Liste. Allerdings lässt sich bei Securemail in so einem Fall natürlich der Wechsel der dedizierten IP-Adresse beantragen.

Sichere eMail über das Tor-Netzwerk

Securemail greift nicht umsonst auf das Tor-Netzwerk zu, um seinen Kunden eine sichere eMail anzubieten. Tor wurde als Netzwerk für die Anonymisierung von Verbindungsdaten geschaffen. Die möglichen Funktionen sind:

  • Browsing
  • sichere eMail
  • Instant Messaging
  • SSH
  • IRC
  • P2P

Mit Tor sind die Nutzer vor einer Analyse ihres Datenverkehrs geschützt. Das Akronym „TOR“ (im anglo-amerikanischen Sprachraum auch THOR) steht für The Onion Routing. Onion ist die Zwiebel: Wie bei dieser entsteht bei Tor die Verschlüsselung in Schichten. Ende 2019 nutzten über zwei Millionen dedizierte IPs bei Tor für die sichere eMail und andere Anwendungen angemeldet. Tatsächlich genutzt wird das Netzwerk vermutlich von rund 40 bis 50 Millionen Personen. Die genaue Zahl kann nicht bekannt sein, weil sich unter diesen Nutzern viele politisch Verfolgte befinden. Konzipiert wurde das Netzwerk ab 2000, ab 2002 begann durch ein Team der Universität Cambridge die Entwicklung. Die ersten Alpha-Version ging im September 2002 online. Offizielle Stellen unterstützten Tor von Anfang an, weil für Dissidenten und Journalisten in aller Welt die sichere eMail überlebenswichtig ist. Zu den Unterstützern zählten und zählen:

  • United States Naval Research Laboratory
  • Office of Naval Research
  • Defense Advanced Research Projects Agency
  • Freehaven-Project
  • Electronic Frontier Foundation

The Tor Project, Inc. ist eine Non-Profit-Organisation. Ihr Fokus liegt auf Forschung und Bildung, sie sorgt für das Weiterbestehen von Tor. Die Free Software Foundation zeichnete Tor im März 2011 mit dem Preis „Social Benefit“ (gesellschaftlicher Nutzen) aus, weil das Netzwerk gerade den Oppositionsbewegungen in Ägypten und dem Iran den unzensierten Onlinezugang inklusive der sicheren eMail ermöglicht.

Technische Details von Tor

Der Tor Browser kann unter Windows 10 aufgerufen werden und zeigt dann die Startseite. Es handelt sich um ein Browser Bundle mit vorkonfigurierter Kombination. Zu dieser gehören:

  • Tor als Client
  • modifizierte Firefox-Version (Mozilla Firefox ESR)
  • HTTPS Everywhere
  • NoScript
  • Torbutton
  • TorLauncher

Das portable Paket lässt sich von einem Wechseldatenträger starten und ist relativ unabhängig vom aktuell laufenden Betriebssystem. Der Einstieg ist auch für Laien unkompliziert möglich.

Fazit: Securemail für die sichere eMail

Wer sichere eMails versenden und auch sonst im Netz geschützt sein möchte, nutzt den Zugang via Securemail. Die Beweggründe sind dabei unerheblich.

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